Der 73. Europäische Wettbewerb in Hessen: Kreative Vielfalt, starke Botschaften und eine erfolgreiche Landesjury in Limburg
Der 73. Europäische Wettbewerb mit dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!"hat in Hessen erneut eindrucksvoll gezeigt, wie engagiert, kreativ und reflektiert sich junge Menschen mit europäischen Themen auseinandersetzen. Insgesamt reichten rund 6.500 Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen ihre Arbeiten ein. Unter dem diesjährigen Motto beteiligten sie sich mit vielfältigen Beiträgen – von bildnerischen Arbeiten über Texte bis hin zu Medienprojekten – und setzten dabei starke Impulse für ein lebendiges und demokratisches Europa.
Ein besonderer Höhepunkt war die Arbeit der Landesjury, die in diesem Jahr an der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) in Limburg an der Lahn tagte. In konzentrierter und zugleich inspirierender Atmosphäre sichteten und bewerteten die Jurymitglieder mehrere tausend Beiträge aus allen Schulformen und Altersstufen. Die Adolf-Reichwein-Schule bot dafür ideale Rahmenbedingungen und erwies sich als engagierter Gastgeber. Neben der organisatorischen Unterstützung trug auch die offene und wertschätzende Atmosphäre vor Ort dazu bei, dass die Juryarbeit effizient und konstruktiv verlief.
Auch die Adolf-Reichwein-Schule selbst war aktiv am Wettbewerb beteiligt: Insgesamt 48 Lernende reichten eigene Beiträge ein und setzten sich kreativ mit den europäischen Themen auseinander. Besonders hervorzuheben ist der Erfolg von Paulina Abresch (18 Jahre, Jahrgangsstufe 12), die mit einem Bundespreis ausgezeichnet wurde und einen Reisepreis erhielt – eine herausragende Leistung, die das hohe Niveau der schulischen Arbeit eindrucksvoll unterstreicht. Paulina Bresche freut sich bereits sehr auf die Bundessiegerehrung am 18.06.2026 in Fulda anlässlich des Hessentages. Dort wird sie ihre Urkunde aus den Händen von Ministerpräsident Boris Rhein und Minister Armin Schwarz entgegennehmen können.
Zur Landesjury reisten auch engagierte Lehrkräfte und Fachjurorinnen und -juroren aus ganz Hessen an. Beteiligt waren unter anderem Liane Endrigkeit-Ecker (Freiherr-vom-Stein-Schule – Europaschule, Gladenbach), Katharina Peach (Georg-Büchner-Gymnasium, Bad Vilbel), Sarah Zalzadeh (Wilhelm-Leuschner-Schule, Mainz-Kostheim), Nina Groll (St.-Angela-Schule, Königstein), Maike Wipfler-Quiring (Karl Kübel Schule, Bensheim), Nafsika Niku Hamm (Mathildenschule, Offenbach), Tanja Simon (Freiherr-vom-Stein-Schule Hünfelden), Karin Wagner (Georg-Büchner-Schule, Rodgau), Nils Dreßler (Liebigschule Gießen), Rita Schulz (Gymnasium Taunusstein), Judith Zerbe (Tilemannschule Limburg) sowie Antje Naumann-Huber (Georg-Büchner-Schule, Darmstadt). Sie brachten ihre unterschiedlichen fachlichen Perspektiven und schulischen Erfahrungen in den Bewertungsprozess ein und gewährleisteten so eine differenzierte und faire Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger.
Ergänzend wirkten im Raum Limburg-Weilburg neun betreuende Lehrende mit: Vera Geis, Tanja Simon (Freiherr-vom-Stein-Schule Dauborn), Jennifer Freydank, Elena Graf, Paula Stockmann (Gymnasium Philippinum), Nina Eirich, Astrid Martin und Judith Zerbe (Tilemannschule) und Roland Gawinski (ARS). Ihr Engagement begleitete die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu ihren Beiträgen und trug wesentlich zum Erfolg der regionalen Beteiligung bei. Die feierliche regionale Siegerehrung findet am 11.06.2026 in der Tilemannschule statt und bildet einen weiteren Höhepunkt im Wettbewerbsjahr.
Aus dem Landkreis Limburg-Weilburg nahmen insgesamt 221 Schülerinnen und Schüler teil. Damit leistete die Region einen wichtigen Beitrag zum hessenweiten Wettbewerbsgeschehen und unterstrich die große Bedeutung des Europäischen Wettbewerbs vor Ort.
Die Vielfalt und Qualität der eingereichten Arbeiten beeindruckten die Jury nachhaltig. Die Beiträge spiegelten nicht nur ein hohes Maß an Kreativität wider, sondern zeigten auch ein bemerkenswertes inhaltliches Niveau. Viele Schülerinnen und Schüler setzten sich differenziert mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen auseinander – etwa mit Themen wie Demokratie, Vielfalt, Nachhaltigkeit oder europäischem Zusammenhalt. Dabei wurde deutlich, wie wichtig der Europäische Wettbewerb als Plattform für politische Bildung und kreative Ausdrucksformen ist.
Hessen kann auch in diesem Jahr auf zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger auf Landes- und Bundesebene stolz sein. Viele Arbeiten überzeugten durch Originalität, gestalterische Qualität und eine klare inhaltliche Botschaft. Sie verdeutlichen, dass junge Menschen nicht nur bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, sondern Europa aktiv mitgestalten wollen.
Ein weiterer zentraler Bestandteil des Wettbewerbsjahres 2026 ist die Wanderausstellung, die ausgewählte preisgekrönte Arbeiten aus Hessen präsentiert. Diese Ausstellung macht die Ergebnisse des Wettbewerbs einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und würdigt die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise. Die Ausstellung wandert derzeit durch verschiedene Orte in Hessen – darunter Hochschule RheinMain, das Zukunftswerk im Luisenforum Wiesbaden, Römerhallen, Römer Frankfurt, Stadtmuseum Groß-Gerau, im Schloss Fulda und im Foyer der Schüllermann und Partner AG. So entsteht ein lebendiger Dialog über europäische Themen, der weit über die Schulen hinauswirkt.
Die Wanderausstellung bietet nicht nur Einblicke in die kreative Vielfalt des Wettbewerbs, sondern lädt auch dazu ein, sich mit den dargestellten Themen auseinanderzusetzen und eigene Perspektiven zu entwickeln. Sie ist damit ein wichtiger Beitrag zur Förderung europäischer Werte und zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Detail zur Wanderausstellung finden Sie über: https://www.ewhe.de/wanderausstellung/ oder über die Homepage der Hochschule RheinMain: https://www.hs-rm.de/architektur-und-bauingenieurwesen/meldung/ausstellung-wohnen-als-selbstverstaendlichkeit-macht-grundrechte-sichtbar oder über die Homepage der Stadt Frankfurt zum Europafest: https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/koordinierungsstelle-eu-angelegenheiten/europa-feste/europa-fest-2026.
Der 73. Europäische Wettbewerb in Hessen unterstreicht einmal mehr die Bedeutung von kultureller Bildung und politischer Teilhabe. Die hohe Beteiligung – mit rund 6.500 eingereichten Arbeiten – sowie die beeindruckende Qualität der Beiträge und das große Engagement aller Beteiligten machen deutlich, wie lebendig und relevant europäische Bildungsarbeit heute ist.





