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Feierliche Ehrung der Sozialassistenten

(jm) Manch ein Weg kann zu einer Reise werden, an der vor dem ersten Schritt eine Frage steht, die den Wegverlauf wesentlich prägt. Bin ich geeignet, mit Menschen zu arbeiten? Oder anders formuliert: habe ich das Händchen für den Zugang bei jungen Menschen oder gewinne ich das Vertrauen, wenn ich älteren Menschen zur Seite stehe? Im Jahr 2024 haben sich 93 junge Menschen an der Adolf-Reichwein-Schule diese Frage bestimmt gestellt, als sie sich entschlossen, Sozialassistent zu werden. Heute haben 64 davon ihren Weg und die sozialpädagogische Reise zum staatlich geprüften Sozialassistenten mit Bravour getätigt. Zwei Jahre, die alle in ihrer Persönlichkeit reifen ließen. Und dafür wurden sie ganz feierlich in der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) geehrt.

Claudia Andersen, Abteilungsleiterin an der ARS, betonte den Beginn der Ausbildung mit eindrücklichen Worten. “Die gemeinsame Reise begann im August 2024 in vier Klassen – drei in Limburg und eine in Weilburg. Damit aus vielen einzelnen Schülerinnen und Schülern eine Gemeinschaft werden konnte, organisierten die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer Herr Grösch, Herr Heuser, Frau Busche und Frau Kaiser Kennenlerntage für ihre Klassen. Mit Spielen, Gesprächen und gemeinsamen Aktivitäten wurden erste Kontakte geknüpft. Aus anfänglicher Zurückhaltung entstanden Freundschaften, Lerngruppen und Klassengemeinschaften”, so Claudia Andersen. 

Wer mit Menschen arbeitet, erfährt jeden Tag neue Herausforderungen, und dann heißt es besonnen und mit gutem Mut die Aufgaben des Tages anzugehen. Für diese anspruchsvolle Tätigkeit brauchen junge Menschen nicht allein das nötige Fachwissen, sondern auch Eigenschaften, die man nur gemeinsam in einer Gruppe stärken kann, eben, sich einzubinden in ein Team und dabei die eigene Rolle zu hinterfragen. Kompetenzen, die durch praktische Arbeit wachsen und die auch die eigene Selbstwahrnehmung schärfen. Daher sind einige Bausteine in der Ausbildung zum Sozialassistenten hervorzuheben, weil sie den persönlichen Horizont der jungen Menschen erweitern, etwa die Fahrt nach Buchenwald oder das Projekt “Elementa”. 

“Hier können Kinder mit allen Sinnen lernen, entdecken und staunen.” so Claudia Andersen zum Projekt Elementa und führte weiter aus, “mit viel Kreativität und Engagement entstanden Experimente zu den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft für Kindergartengruppen. Und dieses von den SoAss entwickelte Projekt ist bei den Kindergärten rund um Limburg sehr gefragt.” Damit aus diesen fachlichen und menschlichen Herausforderungen die eigene Person wachsen kann, braucht es eine gute pädagogische Begleitung. So wurden die Kollegin Tatjana Kaiser und Kollege Sascha Heuser für ihr Engagement geehrt. Allen 64 Absolventinnen und Absolventen sei ebenfalls gedankt für ihre Bereitschaft, den Weg zum Sozialassistenten mit Erfolg geschafft zu haben.