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Feierliche Verabschiedung verdienter Kolleginnen

(jm) Fast wie im Western. High noon, kurz vor dem Showdown, die Glorreichen kommen. Statt der filmbekannten sieben, waren es fünf, die in der Aula für Stimmung sorgten. Eigentlich wollten sechs Damen ihre Verabschiedung aus dem Schuldienst an der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) begehen, doch die Kollegin Astrid Wagner war verhindert. So konnte Schulleiter Ralf Abel am Donnerstag vor dem Beginn der Sommerferien nur fünf Ladies in ihren verdienten Ruhestand entlassen.

Politisch korrekt und dem feierlichen Rahmen entsprechend hielt sich Ralf Abel an die Vorgaben des Alphabets und würdigte die fünf Kolleginnen für ihre gelungene pädagogische Arbeit an der ARS: Ilka Becker, Brigit Schardt, Mirjam Kutnar, Adelheid Thome und Monika Wessling-Welck.

Eines zeichnete alle Damen aus, die viele Jahre ihres  Berufslebens an der ARS verbrachten: sie hatten Freude, hier zu wirken. Und , wo es schön ist, da bleibt man lange. So auch Adelheid Thome, die fast vierzig Jahre an unserer Schule war. Eine Persönlichkeit nicht nur für die vielen Generationen von Schülerinnen und Schüler an der ARS, sondern auch für alle im Kreis des Kollegiums. 

Wenn es am schönsten ist, dann kann man getrost auch Servus sagen, kurz: richtig Abschied nehmen von der tollen Arbeit als Lehrerin. Dies machen sowohl Adelheid Thome, Mirjam Kutnar als auch Birgit Schardt. Sie verlassen die Adolf-Reichwein-Schule und widmen sich nun neuen Themen in ihrem wohlverdienten Ruhestand.

Mirjam Kutnar zieht es wieder in den Norden, in ihre Heimat, dort wo Wind und Wasser den Kopf und das Herz erfrischen. Ihr dankte nicht nur Schulleiter Ralf Abel für die geleistete Arbeit an der ARS, alle beglückwünschten sie für ihre neue Zeit zu zweit. Nach ihrer Hochzeit und dem Wirken an der ARS wird sie, wie Kollegin Wessling-Welck es auf Lateinisch ausdrücken würde: in matrimonium ducere, in den Hafen der Ehe segeln. Und dies ist in Cuxhafen an der Nordsee. 

Birgit Schardt, bekannt für akkurates Arbeiten und beste Organisation, wird ihre Fähigkeiten auch weiterhin bestens einsetzen können, zwar nicht mehr an der ARS, dafür aber in einigen sozialen Projekten, die sich für sie in Offheim, ihrem Heimatort, ergeben. Sie geht zu 100 Prozent aus dem Schulleben in den beruflichen Ruhestand. Dies macht auch Adelheid Thome, denn: wenn schon, dann auch richtig. Darauf freut sich auch die Familie. Besonders wahrscheinlich Heinz Thome, denn Adelheid kann ihre Energie nun vollständig privaten Angelegenheiten widmen. 

Wie die Katze das Mausen nicht lassen kann, können auch manche Lehrerinnen nicht ohne Schule sein. Monika Wessling-Welck wird ebenso wie Ilka Becker im neuen Jahr noch ein, zwei Stunden an der ARS unterrichten, denn diese Freude lassen sie sich nicht gerne nehmen. 

Ilka Becker, Repräsentantin der Hauswirtschaft und sportlich sehr vielseitige Kollegin, wird weiterhin noch den Tennisplatz und die Kreissporthalle für schulische Aktivitäten besuchen. Darauf freuen sich bestimmt die nächsten Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums, denn Tanz und Tennisspiel ist sehr gefragt. 

Auch wird Monika Wessling-Welck im kommenden Schuljahr noch in kleinen Häppchen das machen, was sie am besten kann: Deutsch unterrichten und auf Wunsch gerne auch Latein. Monika Wessling-Welck schätzt die pädagogische Arbeit als eine Belohnung, denn hier kann sie Gutes bewirken und Menschen prägen. Ihre erste berufliche Zeit bei der Telekom und bei Mercedes-Benz wurde später dann vergoldet mit der gewünschten Arbeit an der Schule. Denn: Pädagogik ist gelebtes Miteinander. Und das Wirken an der Schule erfüllt die Seele mehr als die harte Taktung im Management.

“Ich freue mich sehr, und ich spreche auch im Namen des gesamten Kollegiums, sie alle feierlich verabschieden zu dürfen. Es war eine sehr schöne gemeinsame Zeit, und es war immer eine Freude, mit Ihnen zu arbeiten”, sagte Schulleiter Ralf Abel bei seinen Dankesworten an die fünf Kolleginnen.

Wie im Western. Nach dem Showdown geht es in den Saloon, bei uns also in das Restaurant der Schule. Und statt der heißen Schlacht am kalten Buffet gab es noch freudige Stunden zusammen mit dem Kollegium. Dem aktiven wie auch mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Wir alle wünschen den Ruheständlerinnen Becker, Kutnar, Schardt, Thome und Wessling-Welck erholsame Sommerferien und eine erfrischend lange Zeit danach.