Gesamtkonferenz mit regem Austausch
(jm) Zahlen und Daten. Entwicklungen und Trends. Was die Schule bewegt und was die Adolf-Reichwein-Schule (ARS) künftig erwartet, das wurde intensiv besprochen. Die Gesamtkonferenz der ARS, die obligatorisch im zweiten Halbjahr meist im März stattfindet, diese große Runde von Schulleitung und Kollegium brachte viel auf das Papier des Protokollanten. Zahlreiche Beschlüsse wurden getroffen, von der Haus- bzw. Schulordnung reichten sie bis hin zu den systemischen Maßnahmen, die notwendig sind, um die Schule besser zu wappnen gegenüber möglicher Gewalt und sexuellem Missbrauch.
Claudia Andersen nahm alle Zuhörer eloquent mit durch die Agenda, die mit neun Punkten auf der Tagesordnung den Mittwoch Nachmittag inhaltlich sehr füllte. Schulleiter Ralf Abel führte das Kollegium durch den Zahlendschungel der Schulfinanzierung und zeigte, wie sich die Schülerzahlen für das nächste Schuljahr wahrscheinlich entwickeln werden. Prognosen, die wichtig sind, denn die Auslastung der Schule ist elementar für den Einsatz der Lehrkräfte. So ist es sehr bedauerlich, Fleischer und Fleischereifachverkäufer in Zukunft nicht mehr am Standort Limburg an der ARS ausbilden zu dürfen. Eine schmerzliche Entscheidung aus dem Ministerium, denn im Ernährungshandwerk ist und bleibt die ARS eine sehr gefragte Adresse in der dualen Ausbildung. Sparzwänge und mangelnde Azubizahlen zwingen anscheinend zu einem unausweichlichen Konzentrationsprozess. Anlass genug, Werbung in eigener Sache zu machen. Die ARS ist eine Schule, an der so viel möglich ist und ein Platz, wo sich jeder wohl fühlen kann. Hier sind alle gut aufgehoben, denn Schulkultur und Lernklima sprechen für sich. So jedenfalls kann man es aus den sehr positiven Rückmeldungen erfahren, die Beteiligte und Besucher der vergangenen Gesundheitsmesse äußerten. Schulleiter Ralf Abel lobte die Initiatoren und alle Mitwirkenden der Messe, die in der vergangenen Woche gut 800 Menschen besuchten. Die nächste Gesundheitsmesse, die eigentlich schon gewachsen ist zu einer Bildungsmesse, findet am 12. März 2027 statt.
Aus den vielen Diskussionsbeiträgen und Erörterungen der Gesamtkonferenz sticht die Planung hervor, die sich mit dem “Tag der offenen Tür” am 24. Oktober 2026 beschäftigt. Sechzig Jahre Adolf-Reichwein-Schule, dafür soll dieser Samstag im Herbst vielen Interessenten zeigen, wieso sich der Weg in die Heinrich-von Kleist-Straße immer lohnt. Nach der guten Resonanz aus dem gemeinsamen pädagogischen Tag mit der Thematik “Künstliche Intelligenz” wurde ein weiteres Datum gefunden für die nächste pädagogische Auseinandersetzung im großen Kreis: am 1. März 2027 wird “Lernkultur” zum Thema für alle aus dem Kollegium.
Die Berichte aus verschiedenen Arbeitsgruppen (AG) schärften den Blick auf die bestehende Schulkultur an der ARS. Wenn es um Rassismus geht oder die Förderung des Gesundheitsgedankens, konnten die Referentinnen und Referenten ausführlich darlegen, was sich in den letzten Monaten getan hat. Ob dies von Schülerseite oder von den Lehrkräften in gleichem Maße so gesehen und beurteilt wird, darüber gab die große Evaluation Auskunft. In vielen Punkten haben beide Seiten ähnliche Ansichten über die Qualität und Güte des Lernens an der ARS genannt. Lehren und Lernen an der ARS hat schon seit Jahrzehnten Tradition.
Vorab hatte der Schulleiter Josef Menges zum 25jährigen Dienstjubiläum gratuliert und seine pädagogische Arbeit an der Adolf-Reichwein-Schule gewürdigt.
Seine akademische Laufbahn begann Josef Menges mit dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Köln, das er erfolgreich als Diplom-Kaufmann und Diplom-Volkswirt abschloss. Internationale Erfahrungen sammelte er während Studienaufenthalten in Dublin, bevor er 1999 seinen Master of Business erwarb. Im Jahr 2005 erfolgte der Quereinstieg in den Schuldienst an der Adolf-Reichwein-Schule – ein Schritt, der sich schnell als Gewinn für die gesamte Schulgemeinschaft erwies.
Nach seiner II. Staatsprüfung im Jahr 2010 wurde Menges als Studienrat übernommen. Seither hat er seine fachlichen Kompetenzen kontinuierlich erweitert: 2017 qualifizierte er sich als DaZ-Fachkraft, 2020 erwarb er zusätzlich die Fakultas für das Fach Musik. Insgesamt verfügt er heute über Lehrbefähigungen in vier Fächern und gilt als ausgesprochen vielseitiger Pädagoge.
Neben seiner Unterrichtstätigkeit hat sich Josef Menges insbesondere im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit einen Namen gemacht. Als Presseverantwortlicher und aktives PR-Mitglied gestaltet er das Außenbild der Schule maßgeblich mit. Mit innovativen Projekten wie dem MARS-Magazin, das besondere Schülerinnen und Schüler porträtiert, setzt er kreative Akzente und stärkt die Identifikation mit der Schule.
Auch im Schulalltag überzeugt Menges durch seine ausgeprägte pädagogische Kompetenz. Er versteht es, sich flexibel auf unterschiedliche Lerngruppen einzustellen, pflegt ein wertschätzendes Verhältnis zu seinen Schülerinnen und Schülern und hat stets ein offenes Ohr für ihre Anliegen. Sein Engagement geht dabei weit über den Unterricht hinaus.
Die Schulgemeinschaft gratuliert herzlich zu diesem besonderen Jubiläum und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.
Schulleiter Ralf Abel wünschte allen Kolleginnen und Kollegen eine erholsame Osterzeit mit dem Wunsch, Kraft und Muße zu sammeln, damit die noch anstehende Prüfungszeit bis zu den Sommerferien nicht zu anstrengend wird.





