Schnaps brennen live erleben – Auszubildende tauchen ein in die Welt der Liköre und Brände
Die Corona-Pandemie hat die Gastronomie besonders hart getroffen und somit auch die Möglichkeit Gelerntes zu erleben stark eingeschränkt. Umso mehr freuten sich die Auszubildenden der gastronomischen Berufe in der letzten Woche auf einen ganz besonderen Schultag außerhalb des Klassenraums.
Bereits vor der Pandemie besuchte der HOGA-Bereich seit vielen Jahren mit den Auszubildenden des dritten Lehrjahres die Birkenhof Brennerei in Nistertal im Westerwald. Letzte Woche war es nach der Corona bedingten Zwangspause endlich einmal wieder soweit und der Abschlussjahrgang machte sich gemeinsam auf den Weg zur Brennerei.
Zuvor wurde im Rahmen des theoretischen Unterrichts die Fachkompetenz der Auszubildenden gestärkt. Die Lernenden wurden über die verschiedenen Herstellungsverfahren, die Ausschankkriterien und eine fachgerechte Differenzierung von Obstgeist, Obstbrand und Obstwasser unterrichtet. Anschließend fuhren die Schülerinnen und Schüler mit Frau Scherer via Zug zur Brennerei und erhielten dort eine sehr informative und leidenschaftliche Führung von Frau Burkhard durch die hauseigenen Produktionsräume, die Abfüllanlage und die Lagerräume der Erlebnis-Brennerei. Zwischen traditionellen Destilliergeräten und Whiskeyfässern bekamen die Auszubildenden immer wieder die Möglichkeit mit allen Sinnen zu erleben, denn Frau Burkhard verknüpfte das theoretische Vorwissen der Schülerinnen und Schüler mit visuellen, aber auch besonders genussreichen Erfahrungen.
Nach dem Blick hinter die Kulissen erwartete die Auszubildenden abschließend ein spannendes Tasting in gemütlichem Ambiente mit intensiven Geschmackserlebnissen, die ferner von harmonierenden Lebensmitteln ergänzt und verstärkt wurden. So wurde dieses Jahr beispielsweise Ziegenkäse im Papayamantel zum Wildorangenbrand oder ganz klassisch der Schokoladentrüffel zum Whiskey gereicht. Die Auszubildenden berichteten am Ende des Tages von Geschmacksvulkanen und einem ganz wertvollen Erlebnis – schließlich müsse man ja wissen, was man verkauft.





