Zum Hauptinhalt springen

Staatssekretär Dr. Manuel Lösel besucht ARS

(jm) Back to the basics. Zurück an die Basis. Unter diesem frei gewählten Motto könnte man den hohen Besuch aus Wiesbaden grob zusammenfassen. Staatssekretär Dr. Manuel Lösel besuchte gemeinsam mit Vertretern aus dem Kultusministerium die Adolf-Reichwein-Schule (ARS) und suchte das intensive Gespräch. Schulleiter Ralf Abel stellte in einer Agenda die Punkte dar, die es in sich haben. Themen, die nicht allein in Corona-Zeiten wichtig sind, Punkte, die grundlegend sind für die Entwicklung der Schule und wegweisend für das Lernklima an der ARS: von neuen Schulformen, dem Grad der Digitalisierung bis hin zur Standortfrage in der dualen Ausbildung. Kurzum Themenfelder, bei der das gute Zusammenspiel von Politik, Schulträger und Schule zwingend notwendig ist.

So gestalteten sich die knapp zwei Stunden Informationsaustausch als eine hoch informative und auch sehr konstruktive Runde, an der neben dem Staatssekretär Dr. Lösel auch der Vorsitzende des Kreisausschusses wie auch Landtagsabgeordneter Joachim Veyhelmann teilnahm. Von Seiten des Staatlichen Schulamtes Limburg-Weilburg brachte sich Amtsleiter Michael Scholz in die die Diskussion ein. Verantwortliche aus dem Kollegium stellten kurz einzelne Themen dar und regten den gemeinsamen Austausch an, indem kurz und bündig mögliche Vorschläge genannt wurden, die zu einer Verbesserung der Situation führen könnten. Ein Beispiel: die ARS ist Kooperationsschule mit der Stadt Wiesbaden bei der Ausbildung von Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe. Dieses Programm, PiVA genannt, praxisintegrierte vergütete Ausbildung, richtet sich vornehmlich an Quereinsteiger, und es hat sich bisher als äußerst erfolgreich bewiesen. Die kommissarische Abteilungsleiterin Claudia Andersen zeigte die Erfolgsgeschichte dieser pädagogischen Ausbildung auf, vermerkte aber, dass eine Verordnung notwendig sei, diese neue Ausbildungsform auf rechtlich sichere Füße zu stellen.

Auftrag und Anlass genug für Staatssekretär Dr. Lösel, sein Kommen an die ARS zu umreißen als ein "Austausch mit Wirkung". "Wo wir vom Ministerium an den Schulen etwas mitnehmen können, an Bedarf und Wünschen, dort können wir auch politisch nachsteuern", so Dr. Manuel Lösel. Schulleiter Ralf Abel bedankte sich herzlich für das große Interesse vom Ministerium an der schulischen Arbeit. "Wir sind froh, uns immer, schnell und unbürokratisch austauschen zu können. Mit dem Staatlichen Schulamt und auch mit dem Ministerium" erläuterte Ralf Abel in seinem Eröffnungsplädoyer als er die Diskussionspunkte der Agenda vorstellte.

"Wo manchmal der Schuh drückt und wo wir neue Wege gehen, das zeigen meine Kolleginnen und Kollegen, die mit viel Zeit und Herzblut für die ARS arbeiten", so Schulleiter Ralf Abel. Markus Englisch berichtete über den Stand der Digitalisierung, das schulweite WLAN und den Aufbruch zum digitalen Klassenzimmer. Ralf Abel überreichte hierbei dem Staatssekretär wie auch dem Leiter des Schulamtes jeweils eine gebundene Fassung des Medienbildungskonzeptes unserer Schule. Zudem berichtete er über die Entwicklung der Schülerzahlen und über die Rezertifizierung der ARS als Gesundheits- und "Fair Trade" Schule.

Rosi Bopp informierte über das "Limburger Modell", wo Schülerinnen und Schüler aus der Mittelstufe erste berufliche Einblicke in die duale Ausbildung erhalten. Nicole Knepper stellte das neue Modellvorhaben "BÜA" vor, eine Schulform im Modellversuch, die großes Engagement verlangt aber vielversprechend für junge Menschen ist, die ihren Weg in die berufliche Ausbildung suchen und/ oder den mittleren Abschluss erwerben möchten.

Trotz der eng bemessenen Zeit, tauschte sich Staatssekretär Dr. Lösel sehr intensiv aus und wünschte sich ein erneutes gemeinsames Treffen im Frühherbst, denn einige Punkte, die vorgetragen wurden, müssen noch weiter diskutiert werden. Kulinarisch bedankte sich die ARS mit einem besonderen Buffet, das ganz im Sinne der Corona-Vorgaben, am Sitzplatz genossen werden konnte. Etageren, geschmackvoll gestaltet und geschmacklich überzeugend von dem Gastro-Team der ARS. Ihnen einen besonderen Dank und den Besuchern ein Merci für die Bereitschaft, sich den Fragen und Themen der Schule zu stellen.