Teilnahme der CTA 11 am Citizen-Science-Projekt „Flow“
Fließgewässeruntersuchung am Linterbach
Das Projekt ist Teil des deutschlandweiten Bürgerwissenschaftsprojekts „FLOW“, bei dem freiwilligen Gruppen die Gewässer zweimal (im April und im Juni) nach standardisierten Methoden gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinie untersuchen und bewerten. So entsteht ein bundesweiter, standardisierter Datensatz. Darauf aufbauend werden dann lokale und regionale Maßnahmen zum Gewässerschutz abgeleitet, um sicherzustellen, dass die Fließgewässer langfristig erhalten und nachhaltig genutzt werden.
Trotz des kalten Aprilwetters waren alle Teilnehmer mit vollem Einsatz dabei, die strukturelle, chemisch-physikalische und biologische Gewässergüte des Linterbaches zu bestimmen. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Pestizid-Belastung gelegt, die mit Hilfe von Zeigerorganismen, die am Grunde des Baches leben, bestimmt werden kann.
Leider konnte der Bach hinsichtlich seiner Struktur und der biologischen Güte nur einen mäßigen Zustand erreichen. Die Wasserqualität hingegen lag im guten Bereich.
Die Teilnehmer bewerteten zunächst anhand eines detaillierten Fragebogens den Zustand der Gewässerstruktur, bei dem unter anderem die Laufentwicklung, die Breitenerosion, die Sohlstruktur und der Uferbewuchs betrachtet wurden. Ein sehr wichtiger Aspekt ist dabei ein möglichst breiter Gewässerrandstreifen mit Baumbestand, um das Gewässer ausreichend zu schattieren.
Das „Chemie-Team“ beschäftigte sich mit der Bestimmung der chemischen Messgrößen, wobei vor allem die Nährstoffe Nitrat und Phosphat von Bedeutung sind. Hier konnten zum Glück niedrige Werte festgestellt werden.
Den größten Teil der Zeit nahm die Sortierung und Bestimmung der wirbellosen Tiere des Gewässergrundes in Anspruch. Hier konnten insgesamt 19 Arten gefunden werden. Darunter einige Köcherfliegenlarven und eine Libellenlarve, die jedoch schnell wieder ins Gewässer zurückgebracht wurde, da sie unter Artenschutz stehen. Leider fehlten einige sensitive Arten, so dass das Gewässer nur eine ökologische Zustandsklasse mit der Note „mäßig“ erreichte.
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