Ukrainischer Besuch an der Adolf-Reichwein-Schule
ARS organisiert erste Zusammenkunft für privat untergebrachte ukrainische Geflüchtete
Kontakt-Cafe und Spendenübergabe an der ARS
Es ist ein sehr herzliches Willkommen an der Adolf-Reichwein-Schule (ARS). Am Freitag, 1.4.2022 fand die erste „Meet & Greet“-Veranstaltung für privat untergebrachte ukrainische Geflüchtete an unserer Adolf-Reichwein-Schule statt. Insgesamt waren etwa fünfzig Menschen, Geflüchtete ebenso wie ihre deutschen Gastgeber, der Einladung der Adolf-Reichwein-Schule gefolgt. Das Treffen sollte eine Gelegenheit bieten, einander kennen zu lernen, sich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen.
Die ARS als Treffpunkt fürs erste Kennenlernen
„Ich bin froh, dass unser Willkommen so herzlich aufgenommen wurde“ sagte Carolina Preußer-Rill, Lehrerin an der ARS und Mitorganisatorin der „Meet & Greet“-Veranstaltung. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Schule in Kooperation mit der Summerfield Kids Foundation von Matthias Distel (alias Ikke Hüftgold), die ihren Sitz in Limburg hat und bereits 700 Menschen von der ukrainischen Grenze nach Deutschland gebracht hat. Marcel Höhler, der als Vertreter der Stiftung anwesend war, betonte in seiner kurzen Ansprache, dass es den Mitarbeitenden der Stiftung ein wichtiges Anliegen sei, die Menschen nicht einfach nur nach Deutschland zu transportieren, sondern ihnen auch nach der Ankunft helfend zur Verfügung zu stehen und sie nicht im Stich zu lassen. Er freute sich sehr über das Angebot der ARS, ihre Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und die Veranstaltung auszurichten.
Mit Kaffee und Kuchen spricht es sich leichter
Schülerinnen und Schüler sowie Kolleginnen und Kollegen verschiedenster Schulformen und Arbeitsgemeinschaften hatten dazu beigetragen, dass das nachmittägliche Kaffeetrinken mit den Geflüchteten gelingen konnte.
Tanja Schughart hatte die Veranstaltung zusammen mit Roland Gawinski geplant und Spenden organisiert, die, in Taschen verpackt, an die Geflüchteten ausgegeben wurden. Beide sind engagierte Lehrkräfte an der ARS, die eine Kooperation mit regional ansässigen Unternehmen pflegen, nicht nur für die pädagogische Zusammenarbeit. So geht ein herzliches Dankeschön an die Firmen Globus, Rewe Tim Metlagel OHG und Lambertz für die Lebensmittelspenden.
Heimische Firmen spenden spontan
Eine große Unterstützung von heimischen Firmen erreichte die Arbeitsgemeinschaft „AG Digitale Helden“. Sie fragten bei dem Limburger Spielwarengeschäft Habakuk in der Werkstadt nach Spenden insbesondere für junge Kinder. Habakuk stellte Taschen mit Spielsachen für die Kinder zur Verfügung, die ebenfalls an dem Nachmittag ausgegeben wurden. Die Veranstalter bedankten sich bei Habakuk für das große Engagement.
Die Firma Herzberg spendete die Getränke für die Veranstaltung.
Julia Kasper, Lehrerin an der ARS, hatte mit ihrer BZBA-Klasse bunte Muffins zubereitet, die die Augen der Kinder zum Strahlen brachten. Besonders glücklich waren die Kinder, weil sie sich ihre Muffins am großen Kuchenbuffet selbst aussuchen konnten. So waren die pinken Muffins mit Zuckerstreuseln in Krönchenform bei den Mädchen im Trend, während die Jungen eher grüne oder blaue Muffins wählten. Einige trauten sich schon, erste Sätze auf Deutsch zu sagen.
Kollegium der ARS zeigt besondere Gastfreundschaft
Für die Erwachsenen gab es verschiedene Blechkuchen. Die Lehrkräfte Oliver Dünnes, Fred Narewski und Winni Narewski backten mit den Schülerinnen und Schülern des Limburger Modells und den Auszubildenden im Bäckerhandwerk neben den Blechkuchen auch Osterbrote für die Familien, die diese im Anschluss an die Veranstaltung mit nach Hause nehmen konnten.
Die Kolleginnen Iris Scherer und Christiana Hilt-Bauer sowie alle Kolleginnen und Kollegen der Esseria unterstützen beim Auf- und Abbau, genau wie eine Schülerin aus dem beruflichen Gymnasium und einige Studierende der Fachschule für Sozialwesen, die auch die Kinderbetreuung organisierten. In der hauseigenen Sporthalle konnten die Kinder mit Rollbrettern, Bällen und Poolnudeln spielen.
Abteilungsleiterin Dr. Cornelia Faber und ihre Fachoberschülerinnen und Fachoberschüler bereiteten die frühlingshafte Tischdekoration in den Farben der ukrainischen Flagge vor. Für die AG Schule und Gesundheit verteilte Dorothee Bleich Masken an die Geflüchteten. Neben Tanja Schughart waren auch Jolita Stecker und Carolina Preußer-Rill an dem Nachmittag vor Ort. Beide versuchten, die Gäste mit ihren Sprachkenntnissen zu unterstützen und ihnen einen schönen Tag zu bereiten.
Die ARS wollte den Menschen die Gelegenheit bieten, für ein paar Stunden aus dem Alltag herauszukommen und mit anderen zu reden, zu lachen, zu spielen und zu weinen. Dass das gelungen ist, zeigte ein kleiner Junge, der sich zu Beginn ängstlich an seine Mutter drückte und beim Abschied laut und vernehmlich „Vsjo paka!“ („Tschüss alle!“) durch die ganze Aula rief.





