Verabschiedung von Margit Meisterburg
(jm) Sie ist eine Institution. Für das Kollegium ein Vorbild in allen pädagogischen Fragen und für die vielen Schülerinnen und Schüler immer die erste Adresse, wenn es einiges zu klären gab, fachlich wie menschlich. Margit Meisterburg tritt in den wohlverdienten Ruhestand und wurde in kleiner, durch die Corona-Auflagen bedingte Runde sehr feierlich verabschiedet.
"Eigentlich passt das Wort Ruhestand nicht", sagte Schulleiter Ralf Abel bei der Dankesrede, "denn mit all dem Engagement und der steten Bereitschaft, sich in das Schulleben einzubringen; diese ganze Energie geht der Schule nicht verloren, wenn Margit sich jetzt stärker auf private Themen ausrichtet. Sie hat bei uns durch ihr Wirken und Arbeiten ein pädagogisches Klima geschaffen, das vorbildlich ist. Und dieses Klima trägt uns für weitere Schülergenerationen." Schulleiter Ralf Abel lobte die umfassende pädagogische Arbeit von Margit Meisterburg von ihrer Einstellung 1997 nach bestandenem zweiten Staatsexamen bis zu ihrer heutigen Tätigkeit als Abteilungsleiterin für die Berufsfachschule sowie die Höhere Berufsfachschule der Chemisch-Technischen Assistenten.
"Was sie pädagogisch in der langen Zeit an der ARS geleistet hat, kann ich nur andeuten, ansonsten bräuchten wir einige Extrastunden für die Verabschiedung. Hervorheben möchte ich die Mentorentätigkeit, die Margit so pflegte, dass alle jungen Lehrkräfte stolz waren für die fachlich fundierte und einfühlsame Begleitung", erläuterte Ralf Abel. Margit Meisterburg betreute viele neue pädagogische Programme wie z.B. die Methodentrainings nach "Klippert" an der Schule und wirkte bei der Erarbeitung von Lehrplänen im Ministerium mit. Besonders zeichnete sie sich aus als Ausbildungsbeauftrage, als Managerin für die ersten Schritte der angehenden Lehrerinnen und Lehrer, an der Adolf-Reichwein-Schule vor Ort wie auch im Studienseminar.
Privates Engagement und schulisches Wirken ergänzten sich bei Margit Meisterburg oft. Sie ist Buchautorin und ihr breites pädagogisches Wissen ist stets "up to date". So brachte sie neue Vorstellungen und Ansätze in die schulische Arbeit ein, die auf fruchtbaren Boden fielen. Rückblickend sei das Programm EVA, das eigenverantwortliche Arbeiten, in den Klassen der Berufsfachschule zu nennen. Über Jahre wurde dieses Programm verfeinert mit dem Ergebnis erfolgreicher Absolventinnen und Absolventen. Hier wurden Fachwissen und soziales Miteinander als Fundament guten Unterrichts gesehen.
Managerin in sozialen Sachen war und ist Margit Meisterburg, ebenso hat sie auch ein Händchen für organisatorische Angelegenheiten. Sie regelt die Kursbelegung im Stundenplan genau so gut wie die institutionelle Betreuung der Hausaufgaben für die Schülerinnen und Schüler. Diese Hausaufgabenhilfe, ist eine Hilfe von Schülern für Schüler, und sie ist seit Jahren sehr beliebt.
"Woher kommt all das Leidenschaftliche in ihrer pädagogischen Arbeit?", fragte sich Astrid Frank, Vorsitzende des Personalrates der ARS. Margit Meisterburg lebte fast zwei Jahrzehnte in den Vereinigten Staaten, wo sie Lehraufträge an der Deutschen Schule in Kalifornien hatte. Ihre Ausbildung zum "Girl Scout Leader" wie auch ihre Zeit als Mutter von drei Kinder haben ihr Pflichtbewusstsein geprägt wie auch ihr Herz geöffnet für all die Fragen um das soziale Miteinander.
Mit vielen kleinen und größeren Geschenken für den nun beginnenden Unruhestand verabschiedeten sich dann die Kolleginnen und Kollegen, der Personalrat, BFS- und CTA-Abteilung von "Ihrer" Margit, die sich nun neuen Aufgaben widmet.











