Wurzeln geben, Flügel verleihen – Abschied und Aufbruch
Adolf-Reichwein-Schule verabschiedet Absolventinnen und Absolventen der Fachschulen für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege
Ein wichtiger Meilenstein auf dem beruflichen Weg ist erreicht: In einer feierlichen Veranstaltung an der Adolf-Reichwein-Schule erhielten die Absolventinnen und Absolventen der Fachschulen für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege ihre staatliche Anerkennung. Schulleiter Ralf Abel gratulierte den frisch staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern sowie Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspflegern herzlich zu ihrem erfolgreichen Abschluss.
„Heute stehen Sie an einem wichtigen Punkt – einem Meilenstein auf Ihrer beruflichen Reise“, betonte der Schulleiter in seiner Ansprache. Nach drei beziehungsweise fünf Jahren Ausbildung blickten die Absolventinnen und Absolventen auf eine intensive und anspruchsvolle Zeit zurück. Neben fachlichem Wissen seien insbesondere pädagogische Handlungskompetenz, Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit zur Reflexion entwickelt und vertieft worden.
Eine besondere Bedeutung kam dabei dem Anerkennungsjahr zu. In der praktischen Arbeit konnten die angehenden Fachkräfte ihre erworbenen Kompetenzen weiter ausbauen und unmittelbar anwenden. Dazu gehörten unter anderem die Auseinandersetzung mit Sprachentwicklung, die Umsetzung inklusiver Pädagogik, die Entwicklung individueller Förderansätze sowie die Zusammenarbeit im Team und das zunehmend eigenverantwortliche pädagogische Handeln.
Die erfolgreich abgelegten Prüfungen zur staatlichen Anerkennung bestätigten schließlich die Leistungen der vergangenen Monate. „Sie verfügen nicht nur über fundiertes Wissen und methodisches Können, sondern auch über Haltung, Engagement und Herz“, würdigte Abel die Absolventinnen und Absolventen.
Gute berufliche Perspektiven
Für die frisch anerkannten Fachkräfte stehen die beruflichen Türen weit offen. Der Bedarf an qualifizierten Erzieherinnen und Erziehern sowie Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspflegern ist weiterhin hoch. Ein Zeichen dafür: Nahezu alle Absolventinnen und Absolventen haben bereits einen festen Arbeitsvertrag und können unmittelbar in ihren Beruf starten.
Schulleiter Abel ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, ihre Begeisterung für die Pädagogik und die Arbeit mit Menschen auch in Zukunft zu bewahren. Gerade in sozialen Berufen komme es darauf an, Herausforderungen mit Zuversicht zu begegnen und zugleich den einzelnen Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen im Blick zu behalten.
Sein besonderer Dank galt den Lehrerinnen und Lehrern, die die Absolventinnen und Absolventen während ihrer Ausbildungszeit begleitet und unterstützt hatten. Namentlich hob er die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer Frau Kanja, Frau Stecker, Frau Paulat, Frau Weier, Herrn Baldus und Frau Kasper hervor. Ebenso dankte er Abteilungsleiterin Frau Andersen für die kompetente und wertschätzende Leitung der Fachschulabteilung sowie ihre vielfältigen Impulse zur Weiterentwicklung der Ausbildung.
Mit der staatlichen Anerkennung beginnt für die Absolventinnen und Absolventen nun ein neuer Abschnitt. Viele werden ihre berufliche Zukunft in Kindertagesstätten, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung gestalten. Andere Wege werden sich erst in den kommenden Jahren entwickeln.
Zum Abschluss gab Ralf Abel den Absolventinnen und Absolventen einen Gedanken mit auf den Weg: „Erziehen heißt, jeden Tag kleine Wunder möglich machen.“ Eine Botschaft, die zugleich den besonderen Wert und die gesellschaftliche Bedeutung der pädagogischen und sozialpflegerischen Berufe zum Ausdruck bringt.
Mit ihren neuen beruflichen Qualifikationen sind die Absolventinnen und Absolventen bestens gerüstet, Verantwortung zu übernehmen, Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.



